Special Effects
                Gollum

           

Gollum, eine der interessantesten und zugleich schwierigsten Figuren der Literaturgeschichte, bereitete den Machern der Trilogie jede Menge Kopfschmerzen.

Von Anfang an war klar, dass man Gollum nicht von einem Menschen darstellen lassen konnte. Nein - Gollum musste am Computer entstehen.
Der britische Schauspieler Andy Serkis sollte Gollum zunächst nur synchronisieren, tat das allerdings so gut, dass Regisseur Peter Jackson ihn kurzerhand als "richtigen" Schauspieler engagierte.

Die Arbeit an Gollum lässt sich grob in vier Kategorien unterteilen:

  • Aufnahmen am Set
  • Motion Capture
  • Additional Dialogue Recording
  • Gestaltung


Motion Capture
Um die Bewegungen perfekt einzufangen, wurde Motion Capture angewandt. Andy Serkis steckte in einem hautengen Latexanzug. An sämtlichen Gelenken waren kleine schwarze Punkte angebracht, die dem Computer jede Bewegung vermittelten. Umringt von Kameras und Scheinwerfern, führte Andy die unterschiedlichsten Bewegungen aus und der digitale Andy tat es ihm nach.

Additional Dialogue Recording
Selbst wenn es unglaublich klingt: Gollum`s Stimme wurde nicht technisch aufbereitet. Es ist allein Andy`s Verdienst, dass Gollum so realistisch klingt.
Um die Stimme möglichst gut hinzukriege, versetzte Andy sich stets in Gollum und synchronisierte ihn in seiner körperlichen Verfassung. Sprang Gollum beispielsweise im Film umher,hüpfte auch Andy quer durch das Tonstudio.
Anfangs synchronisierte er noch neben einem Gollum-Modell, später konnte er sich in Echtzeit auf einer Leinwand agieren sehen.

Digitale Gestaltung
Gollum ist zwar "nur" digital - trotzdem musste er aber genauso überzeugen wie etwa Orlando Bloom. Mitunter am wichtigsten für einen Schauspieler ist seine Mimik - die Fähigkeit, ohne Worte viel auszudrücken. Wie überträgt man nun menschliche Mimik auf eine Computeranimation ?
Die Kreation von Gollum ist vergleichbar mit der Herstellung eines Trickfilms, bloß dreidimensional. Andy Serkis wurde viele Male fotografiert und die verschiedenen Gesichtsausdrücke im Computer gespeichert. Die Schwierigkeit bestand darin, seine herausragenden Gesichtszüge passend auf den animierten Gollum zu übertragen. Obwohl beide das Gleiche taten, drückten sie unterschiedliche Gefühle aus. Also schuf man ein sehr detailliertes Modell von Gollum, dessen Hautfalten und Muskulatur der Vorgabe von Andy Serkis entsprachen.
Heraus kam ein perfekt animierter Gollum, der 900 verschiedene Gefühle ausdrücken kann.

 

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